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ÄNGST IS NOW A WELTANSCHAUUNG

31. Mai 2018

Die Literaturkonferenz ÄNGST IS NOW A WELTANSCHAUUNGeine Literaturkonferenz zur Erosion des Demokratischen von Nazis & Goldmund untersucht das gegenwärtige Verhältnis von Literatur und Kunst zur aktuellen Politik und setzt die literarische Arbeit in einen Zusammenhang mit den prekären Verschiebungen im politischen Spektrum – nach rechts.

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Ziel der Konferenz ist es, Kolleg*innen aus Literatur und anderen künstlerischen Disziplinen an einem Ort zusammenzubringen und unter Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit einen Reflexionsraum zu schaffen – gegen die Erosion demokratischer Strukturen, gegen die Normalisierung nationalistischer, illiberaler, neonazistischer Tendenzen und für mögliche Gegenantworten und Alternativen.

Im Zentrum steht die Sprache. Wie können sich Kunst und Literatur angesichts des Vormarschs der Neuen Alten Rechten und ihrer Vereinnahmung von Sprache verhalten? Die Konferenz ruft zur Auseinandersetzung mit diesem Übergriff auf, sucht nach Möglichkeiten einer gemeinsamen Sprache und bietet Raum, um aus dem künstlerischen Einzelkämpfer*innendasein herauszutreten und kollektive Prozesse in Gang zu setzen.

Über 40 Autor*innen, Publizist*innen, Blogger*innen und Künstler*innen aus anderen Bereichen werden an den Konferenztagen interagieren – markante literarische und politische Stimmen der Gegenwart.

In 3 Gesprächs- und Arbeitsgruppen beschäftigen sich die Teilnehmer*innen mit je einem Schwerpunkt: dem kritischen Reclaimen von Sprache, der möglichen Bildung von Allianzen sowie der Systemkritik innerhalb von Kunst, Kultur und Medien. Die Autorin Olga Flor, die Aktivistin Kübra Gümüşay und der Publizist Reinhard Olschanski eröffnen die Diskussionsrunden mit einem Input. Moderiert werden die Gespräche von NAZIS & GOLDMUND, unterstützt von der Dramatikerin Darja Stocker. Außerdem wird Manuel Gogos in einem Vortrag die Strategien der Identitären Bewegung reflektieren, basierend auf den Dreharbeiten zu zwei Dokumentationen, die er über diesen Teil der „Neuen Rechten“ produzierte.

4 Keynote Lectures vertiefen die Debatten. Jagoda Marinić untersucht die Bruchstellen einer pluralen Gesellschaft, die weniger durch den „Kampf um Integration“ auseinander driftet, als vielmehr durch ein erstarktes illiberales, autoritäres Demokratieverständnis. Fiston Mwanza Mujila verleiht der Stimme eines Schwarzarbeiters Gehör und Poesie, der nachts aus seiner Randposition heraus die Welt betrachtet – „im Lichte seiner Subjektivität“. Der Video-Blogger Tarik Tesfu spricht über seine Erfahrungen mit Rassismus und Hass im Netz und über seine persönlichen Strategien gegen rechtsextreme Hetze. Kathrin Röggla untersucht den Begriff des Kollektivs und die „Ermächtigungsrhetoriken“ der Rechten ausgehend von der Sprache im öffentlichen Diskurs und hinterfragt kritisch die selbstgeschaffenen „Ohnmachtspositionen“ der Kunst.

Livestream Lectures erweitern das Konferenzthema nochmals aus inner- und außereuropäischer Perspektive. Im Rahmen einer Liveschaltung aus verschiedenen Ländern lesen und diskutieren u.a. Anja Golob (Slowenien), Jazra Khaleed (Griechenland), Jeffrey McDaniel (USA), Mati Shemoelof (Israel) sowie Kinga Tóth (Ungarn); kuratiert und moderiert vom deutschen Lyriker und Veranstalter Tom Bresemann.
Konzerte und DJ-Line-ups sorgen dafür, dass Diskurs und Begegnung letztlich in die Nachtstunden übergehen – angetrieben u.a. durch Elektro-Pop von Nene Hatun, den Popliteraten und DJ Thomas Meinecke sowie vom Indietronic-Musiker B. Fleischmann & Band.

Künstlerische Leitung: Jörg Albrecht, Thomas Arzt, Sandra Gugic, Gerhild Steinbuch.

Eine Veranstaltung von und mit Nazis & Goldmund / nazisundgoldmund.net
ÄNGST IS NOW A WELTANSCHAUUNG wird gefördert von der Berliner Senatskanzlei für Kultur und Europa. Mit Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds.

Das vollständige Konferenzprogramm, die Teilnehmer*innenliste, das Team und alle weiteren Infos siehe: konferenz.nazisundgoldmund.net

ÄNGST VOR SPRACHE

31. Mai 2018

Warm-up No. 3 zu ÄNGST IS NOW A WELTANSCHAUUNG – eine Literaturkonferenz zur Erosion des Demokratischen von Nazis & Goldmund konferenz.nazisundgoldmund.net. Auf Warm-up No. 1 ÄNGST VOR BÜRGER in der Lettrétage und No. 2 ÄNGST VOR KÖRPER im aquarium folgt:

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ÄNGST VOR SPRACHE – Warm-up No. 3
FR 01.06.2018 // Kunsthaus ACUD STUDIO, Veteranenstrasse 21, 20 Uhr // Eintritt frei
// ABOUT
Drei Autorinnen: Özlem Özgül Dündar, Afsane Ehsandar und Maria Milisavljević begegnen sich in Dialog und Sprachspiel über die Grenzen von Identitäten, Sprachen und Nationen im multilingualen Berlin der 2010er Jahre. Den drei Autorinnen ist gemeinsam, dass sie sich mit Sprache auch in Form von Übersetzung beschäftigen. In Aktion und Reaktion stellen sie Fragen, Möglichkeiten und Begriffe in den Raum. Wie kann und soll man heutzutage über Integration sprechen? Wie unterschiedlich können die Begriffe „Heimat“ und „Identität“ bestimmt werden? Was bedeutet und bezeichnet das Wort „Migrationshintergrund“ vom ganz individuellen Standpunkt aus betrachtet? Kann man gelernte Begriffe, Kategorien und Bezeichnungen neu deuten, lesen und leben? Oder bedeuten die Grenzen einer Sprache die Grenzen einer Welt?

Video: Martina Milisavljević, Essenz, 2014
Sound: Lukas Lauermann, How I Remember Now I Remember How, 2017

// Eine Veranstaltung von und mit Nazis & Goldmund / nazisundgoldmund.net
ÄNGST IS NOW A WELTANSCHAUUNG wird gefördert von der Berliner Senatskanzlei für Kultur und Europa. Mit Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds.

acudmachtneu.de/angst-vor-sprache

 

Aufzeichnungen eines Querulanten in Berlin

10. April 2018

Am 14. und 15. April sind die AUFZEICHNUNGEN EINES QUERULANTEN in der Inszenierung des MONSUN Theaters Hamburg (Regie: Marianne Hauttmann) auf Gastspiel in Berlin im THEATER UNTERM DACH. Kommt zahlreich! Weitere Infos unter: theaterscoutings-berlin.de und monsuntheater.de

artist rose

Jahresrückschau 2017 und neues 2018

23. Februar 2018

Spät, spät, spät melde ich mich zurück. Das Jahresende 2017 war turbulent, gebrochener Knöchel und lange Rekonvaleszenz (noch immer nicht ganz abgeschlossen, bin aber guter Dinge).

Also: Willkommen 2018! Kurze Schnelldurchlaufrückschau der letzten Monate: einige neue Texte sind entstanden, u. a. ein Essay zur Bundestagswahl für die Wiener Zeitung www.wienerzeitung.at/German-Zorn, Lyrik im BLAU Magazin (siehe Fotos), im August war ich einen Monat im schönen Pécs/Ungarn in eremitischer Schreibklausur um an meinem neuen Roman zu arbeiten, im Oktober habe ich die Biennale Venedig besucht und mich inspirieren lassen und kurz darauf war ich mit meinem Roman Astronauten ins schöne Osijek/Kroatien eingeladen (von der Philosophischen Fakultät, im Rahmen einer Konferenz zum Thema „Slawisch-deutsche Begegnungen“ und den „Tagen der deutschen Sprache“ des Goethe-Instituts), davor, im September, hatte mein Theatertext Aufzeichnungen eines Querulanten Premiere im Hamburger Monsun Theater (Regie: Marianne Hauttmann) monsuntheater.de/aufzeichnungen_eines_querulanten.html et cetera et cetera …

… und hier noch der link zu einem neuen Text, der mir besonders am Herzen liegt. #poesiegegenrechts, please read: www.nazisundgoldmund.net/die-innere-sicherheit

Aufzeichnungen eines Querulanten beim Schäxpir Theaterfestival

20. Juni 2017

Ab Samstag, dem 24.6.2017 läuft mein Stück AUFZEICHNUNGEN EINES QUERULANTEN unter der Regie von Julia Burger beim Schäxpir Theaterfestival in Linz. Beim Publikumsgespräch nach der Vorstellung am Samstag werde ich selbst vor Ort sein. Kommt zahlreich! www.schaexpir.at

Zum Inhalt: Anhand der Verhaftung des deutschen Studenten Josef S. bei der Demonstration gegen den sogenannten Akademikerball in Wien und in dem darauffolgenden Prozess gegen ihn wird deutlich, wie real Macht und wie realitätsfern die Mächtigen sein können. Wie fahrlässig Sprache sein kann. Wie schon das Wort zur Waffe werden kann. Josef S. wird zum Staatsfeind, zum Störenfried, zum Querulanten.

„Ich bin kein Held. Ich bin das Rauschen der Informations- und Kommunikationskanäle, ich niste mich in den Kanälen ein und erzeuge Lärm, mein Fehler ist der Lärm, den ich erzeuge, an dieser Stelle könnte Stille sein, das Recht will Stille, ich erhebe Einspruch und folgenden Anspruch: an dieser Stelle könnte meine Geschichte beginnen, an dieser Stelle beginnt der Informationskrieg, beginnt das Rauschen in den Informationskanälen. Ich bin kein Held. Ich bin die Sollbruchstelle (…)“

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Ängst Detox/Performing Arts Festival und Poesiefestival Berlin

15. Juni 2017

Vor der Sommerpause noch 2 x Nazis & Goldmund Lecture Performances. Kommt zahlreich!

Am Samstag, 17. Juni, 12 Uhr mittags, Performing Arts Festival Berlin: ÄNGST DETOX mit Nazis & Goldmund  www.performingarts-festival.de

Am Freitag, 23. Juni, 21:30, Nazis & Goldmund beim Poesiefestival Berlin www.haus-fuer-poesie.org

 

Jahrbuch der Lyrik 2017

8. Mai 2017

Happy to be part of > Jahrbuch der Lyrik 2017, Herausgegeben von Christoph Buchwald und Ulrike Almut Sandig, Verlag Schöffling & Co www.schoeffling.de

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Touristen bei literaturquickie hamburg

8. Mai 2017

Meine Short Story Touristen ist bei literaturquickie hamburg erschienen >> www.literatur-quickie.org

(…) Die Regeln lauten: Solidarität, die Langsamen und Schwächeren sollen vorne laufen, die Starken und Schnelleren hinten, in einer sauberen Linie, wir sollen diese Linie nicht zerreißen lassen, aufeinander achten, den Menschen vor uns nicht aus den Augen verlieren. Unsichtbar für uns werden Mitarbeiter des Parks unseren Weg säumen, wartend hinter Büschen und Hügeln, ihre Nachtsichtgeräte auf uns gerichtet, manchmal werden sie in ihren Verstecken Tiergeräusche nachahmen, um uns zurück auf Linie zu scheuchen, uns wieder zusammenzutreiben. Aber im Dunkel wird diese Linie schnell zerfallen, ein unausgesprochenes Prinzip und das größte Vergnügen jedes Spiels ist, dass die Regeln gebrochen werden können. (…)

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kulturradio rbb porträt

30. August 2016

Anke Schaefer vom kulturradio rbb hat mit mir über Identität, Heimat/Gesellschaft und natürlich übers Schreiben gesprochen und ein kurzes Porträt daraus gebastelt. ++ Heute Abend gibts eine Lesung am LCB, wahrscheinlich die letzte Astronauten-Lesung in Berlin. www.kulturradio.de

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Bewusstseinszustand Hoffnung

21. August 2016

Nach wie vor gilt: Es gibt keine einfachen Antworten für komplexe Probleme, Konstellationen und Situationen, es gibt keine Helden, keine Erlösung, keine Erfüllung der schillernden populistischen Versprechen. Es wird gesagt: Die Menschen haben ein Recht auf ihre Angst. Ich will korrigieren: Wir haben das Recht, keine Angst zu haben, wir haben das Recht, uns zu informieren, wir haben das Recht, in Dialog zu treten, wir haben das Recht, zu hoffen und die Pflicht, achtsam und kritisch zu bleiben, nicht wegzusehen, selbstständig zu denken und Fragen zu stellen, damit das Hintergrundrauschen der Angstmacher auf unseren Kanälen wieder leiser wird. (…)

Auszug aus meinem Beitrag für die ZEIT ONLINE / Freitext > www.zeit.de

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